PSA


Persönliche Schutzausrüstung

Erst wenn ein Schutz tech­nisch nicht mehr mög­lich ist wird die per­sön­li­che Schutz­aus­rüs­tung ein­ge­setzt. Kör­per­tei­le, die durch äuße­re Ein­flüs­se geschützt wer­den müs­sen sind in ers­ter Linie Ohren, Augen, Haut, Lun­ge und die Extre­mi­tä­ten wie Hän­de und Füße.

Gehörschutz

Gehör­schutz ist ab einem Tages-Lärm­ex­po­si­ti­ons­pe­gel von 85 dB(A) bzw. einem Spit­zen­schall­druck­pe­gel von 137 dB© zu benut­zen. Für Per­so­nen mit bestehen­dem Innen­ohr­scha­den gilt nach TRLV „Lärm“:  Gehör­schutz ist kon­se­quent ab einem Tages-Lärm­ex­po­si­ti­ons­pe­gel von 80 dB(A) zu tra­gen. Die Lärm­be­rei­che sind mit dem ent­spre­chen­den Sym­bol zu kenn­zeich­nen. Um Lärm­be­rei­che zu kenn­zeich­nen emp­fiehlt es sich, ein Lärm­ka­tas­ter zu erstel­len.

Geeig­ne­te Gehör­schüt­zer sind:

Den bes­ten Gehör­schutz stel­len Oto­plas­ten dar, da sie zum einen genau an den Gehör­gang ange­passt wur­den und zum ande­ren nur die schä­di­gen­den Fre­quen­zen her­aus­fil­tern, so dass eine Kom­mu­ni­ka­ti­on meis­tens noch mög­lich ist.

Gesichtsschutz

Schutz­bril­len schüt­zen die Augen vor mecha­ni­schen, opti­schen, che­mi­schen, bio­lo­gi­schen und ther­mi­schen Ein­wir­kun­gen. Es gibt ver­schie­de­ne Vari­an­ten — je nach Gefähr­dungs­art:

Eini­gen Her­stel­lern lie­fern die Bril­len für Bril­len­trä­ger auch mit Kor­rek­ti­ons­glä­ser (Ein­stär­ken­bril­len, Bifo­kal­bril­len, Gleit­sicht­bril­len).

Sicherheitsschuhe

Sicher­heits­schu­he sind gene­rell vor­ge­schrie­ben, wo Stap­ler­ver­kehr ist und schwe­re Gegen­stän­de her­un­ter­fal­len kön­nen. Je nach Gefähr­dung gibt es unter­schied­li­che Arten: Halb­schu­he, Hoch­schu­he, Stie­fel, San­da­len, Office­schu­he. Bei der Aus­wahl kann man zwi­schen 5 Kate­go­ri­en (S1S5) wäh­len. Wei­ter­hin gibt es noch vie­le Zusatz­an­ga­ben. Hin­wei­se gibt die DGUV Regel 112 — 991 — Benut­zung von Fuß- und Knie­schutz.

orthopädische Schuheinlagen

Häu­fig sind Beschwer­den im Mus­kel-Ske­lett-Sys­tem durch eine Fehl­sta­tik im Fuß­längs- und -quer­ge­wöl­be bedingt. Zusätz­lich kann es dadurch auch zu unter­schied­li­chen Bein­län­gen und dadurch zu Ver­än­de­run­gen in den Kör­per­ach­sen kom­men

Bei einer Fuß­fehl­sta­tik und ggf. Bein­län­gen­dif­fe­ren­zen ist es wich­tig, einen Aus­gleich zu schaf­fen. Ortho­pä­di­sche Schu­hein­la­gen und Schu­her­hö­hun­gen sind dazu erfor­der­lich. Dabei darf aber die Schutz­wir­kung des Schuhs nicht beein­träch­tigt wer­den, wes­halb Her­stel­ler von Sicher­heits­schu­hen nur dafür zer­ti­fi­zier­te Schuh­ma­cher zulas­sen.

Ver­än­de­run­gen im Fuß­ske­lett
Val­gi­sie­rung in Hüft- und Knie­ge­lenk
Fehl­stel­lung der Kör­per­ach­sen

Durch Meß­sys­te­me wie zum Bei­spiel der GO Medic Speed kön­nen Fuß­soh­len gescannt und Achs­stel­lun­gen im obe­ren Sprung­ge­lenk durch Web­Cams foto­gra­fiert wer­den. Mit Hil­fe einer Soft­ware wer­den dann die Maße bestimmt. Alle Daten wer­den danach an einen Her­stel­ler von ortho­pä­di­schen Schu­hein­la­gen geschickt, wo die Ein­la­gen durch einen Schuh­ma­cher gefer­tigt wer­den. Der fol­gen­de Film beschreibt das Ver­fah­ren

Aus­mes­sen von ortho­pä­di­schen Schu­hein­la­gen

Schutzhandschuhe

Schutz­hand­schu­he sol­len die Hän­de vor mecha­ni­schen, ther­mi­schen, che­mi­schen und bio­lo­gi­schen Gefahr­stof­fen schüt­zen. Für jede Gefähr­dung gibt es  erprob­te Hand­schu­he.

Im ein­zel­nen wer­den Kri­te­ri­en und Prüf­zei­chen hier beschrie­ben.

Arbeits­schutz­hand­schu­he

Atemmasken

Atem­schutz­mas­ken schüt­zen vor lun­gen­gän­gi­gem Staub, Rauch und Flüs­sig­keits­ne­bel (Aero­sol), nicht aber vor Dampf und Gas. Das Klas­si­fi­zie­rungs­sys­tem unter­teilt sich in drei FFP Klas­sen, das Kür­zel FFP steht dabei für „filte­ring face piece“. Eine Atem­schutz­mas­ke bedeckt Nase und Mund und setzt sich zusam­men aus ver­schie­de­nen Fil­ter­ma­te­ria­li­en und der Mas­ke selbst. Vor­ge­schrie­ben sind sie an Arbeits­plät­zen, an denen der Arbeits­platz­grenz­wert (AGW) über­schrit­ten wird. Dies ist die maxi­mal zuläs­si­ge Kon­zen­tra­ti­on von Stäu­ben, Rauch und Aero­so­len in der Atem­luft, die nicht zu gesund­heit­li­chen Schä­den führt. Wird sie über­schrit­ten, sind Atem­schutz­mas­ken ver­pflich­tend.

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FFP 1

Atem­schutz­mas­ken der Schutz­klas­se FFP1 sind für Arbeits­um­ge­bun­gen geeig­net, in denen weder gif­ti­ge noch fibro­ge­ne Stäu­be und Aero­so­le zu erwar­ten sind. Sie fil­tern min­des­tens 80 % der sich in der Luft befind­li­chen Par­ti­kel bis zu einer Grö­ße von 0,6 μm – und sie dür­fen ein­ge­setzt wer­den, wenn die der Arbeits­platz­grenz­wert nicht höher als bis um das 4-fache über­schrit­ten wird. Im Bau­we­sen oder in der Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie sind Atem­schutz­mas­ken der Klas­se FFP1 meist aus­rei­chend.

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FFP 2

Atem­schutz­mas­ken der Schutz­klas­se FFP2 eig­nen sich für Arbeits­um­ge­bun­gen, in denen sich gesund­heits­schäd­li­che und erb­gut­ver­än­dern­de Stof­fe in der Atem­luft befin­den. Sie müs­sen min­des­tens 94% der in der Luft befind­li­chen Par­ti­kel bis zu einer Grö­ße von 0,6 μm auf­fan­gen und dür­fen ein­ge­setzt wer­den, wenn der Arbeits­platz­grenz­wert höchs­tens die 10-fache Kon­zen­tra­ti­on erreicht. Ein­ge­setzt wer­den Atem­schutz­mas­ken der Schutz­klas­se FFP2 bei­spiels­wei­se in der Metall­in­dus­trie oder auch im Berg­bau. Dort gera­ten Arbei­ter in Berüh­rung mit Aero­so­len, Nebel und Rau­chen, die lang­fris­tig zur Ent­ste­hung von Atem­wegs­er­kran­kun­gen wie Lun­gen­krebs füh­ren und die das Risi­ko von Fol­ge­er­kran­kun­gen wie einer akti­ven Lun­gen­tu­ber­ku­lo­se mas­siv erhö­hen. Außer­dem schüt­zen unse­re Mas­ken zusätz­lich durch das inno­va­ti­ve uvex Fil­ter­sys­tem mit Car­bon­schicht vor Geruchs­be­läs­ti­gung am Arbeits­platz

FFP 3

Atem­schutz­mas­ken der Schutz­klas­se FFP3 bie­ten den größt­mög­li­chen Schutz vor Atem­luft­be­las­tung. Mit einer Gesamtle­cka­ge von maxi­mal 5% und einem erfor­der­li­chen Schutz von min­des­tens 99% vor Par­ti­keln bis zu einer Grö­ße von 0,6 μm sind sie dazu in der Lage, gif­ti­ge, krebs­er­re­gen­de und radio­ak­ti­ve Par­ti­kel zu fil­tern. Die­se Atem­schutz­mas­ken sind ein­setz­bar in Arbeits­um­ge­bun­gen, in denen der Arbeits­platz­grenz­wert bis zum 30-fachen des bran­chen­spe­zi­fi­schen Wer­tes über­schrit­ten wird. Ver­wen­det wer­den sie bei­spiels­wei­se in der che­mi­schen Indus­trie.

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