Notfallsituationen


Starcode

Der Star­code ist der Code für einen abso­lu­ten Not­fall an Bord, bei dem sich das gesam­te Hos­pi­tal- und Stret­cher­team unver­züg­lich an den Ort des Gesche­hens begibt. Das Star­code­team besteht aus dem kom­plet­ten Bord­hos­pi­tal­team (zwei Doc­tors und zwei Nur­ses) und dem Stret­cher­team. Zum Stret­cher­team gehö­ren zehn fest dafür vor­ge­se­he­ne Crew­mit­glie­der, die für den Trans­port des Pati­en­ten mit­tels Stret­cher­lie­ge, Spi­ne­board oder Vaku­um­ma­trat­ze und Hilfs­mit­tel (AED, Absaug­ge­rät usw.) an den Ein­satz­ort zustän­dig sind.

Emer­gen­cy Equip­ment

In einer Not­fall­si­tua­ti­on an Bord, bei der sofor­ti­ge medi­zi­ni­sche Hil­fe not­wen­dig ist, wird über das Laut­spre­cher­sys­tem von der Brü­cke aus der Star­code-Alarm (Star­code –Star­code –Star­code) mit Anga­be des Ortes durch­ge­sagt. Um den Star­code­alarm aus­zu­lö­sen muss auf der Brü­cke ange­ru­fen und der Not­fall sowie der Ort geschil­dert wer­den. Meis­tens geschieht das durch Crew­mem­ber in den ent­spre­chen­den Depart­ments, die dafür auch zu Beginn ihrer Tätig­keit eine Ein­wei­sung bekom­men (First Aid Trai­ning). Die Infor­ma­tio­nen müs­sen auf Eng­lisch wei­ter­ge­ben wer­den. Die Nur­se on duty begibt sich sofort ins Hos­pi­tal, schließt dort alle Türen auf, nimmt die erfor­der­li­che Aus­rüs­tung mit und begibt sich dann an den Ort des Gesche­hens. Die Türen des Hos­pi­tals blei­ben für das Stret­cher­team geöff­net. Die­se brin­gen die gekenn­zeich­ne­ten Not­fal­lu­ten­si­li­en an den Unfall­ort. Alle wei­te­ren sich an Bord befin­den­den Hos­pi­tal­team­mit­glie­der fin­den sich sofort an der Not­fall­stel­le ein.

Nach Sta­bi­li­sie­rung des Pati­en­ten vor Ort erfolgt die genaue­re Unter­su­chung und wei­te­re Sta­bi­li­sie­rung im Bord­hos­pi­tal. Eine Mel­dung an die Brü­cke über den aktu­el­len Sta­tus hat sobald wie mög­lich vom Seni­or Doc­tor zu erfol­gen.

Notausschiffung per Helikopter

Unter beson­de­ren Umstän­den kann die Not­wen­dig­keit bestehen, dass eine Not­aus­schif­fung per Heli­ko­pter erfol­gen muss. Dies ist der Fall, wenn sich das Schiff auf hoher See befin­det und auf­grund der Dring­lich­keit die Zeit den nächs­ten Hafen anzu­lau­fen zu lang dau­ert (in der Regel an Schiffs­ta­gen). Die Bestel­lung des Ret­tungs­hub­schrau­bers erfolgt durch die Brü­cke. Da der Heli­ko­pter nicht lan­den kann, wird der Pati­ent per Seil­zug mit der Kran­ken­tra­ge des Heli­ko­pters von Bord gebracht. Dafür ist auf jedem Schiff ein beson­de­rer Platz aus­ge­wie­sen. Sobald die Ankunfts­zeit des Heli­ko­pters fest­steht, wird der Bereich rund um den Lan­de­platz weit­räu­mig eva­ku­iert. Schiffs­per­so­nal wird an wich­ti­gen Zugän­gen posi­tio­niert, um Schau­lus­ti­ge aus dem Aus­schif­fungs­be­reich zu hal­ten. Kurz vor dem Ein­tref­fen des Hub­schrau­bers wird der Pati­ent per Kran­ken­tra­ge von Bord­hos­pi­tal zum Lan­de­platz beför­dert. Per Heli­ko­pter kann im Nor­mal­fall aus­schließ­lich der Pati­ent not­aus­ge­schifft wer­den, die Begleit­per­son kann nicht mit­flie­gen. Ein Film von You­tube (Click auf das Bild) zeigt eine Luft­ret­tung bei MS 2 in Grie­chen­land.

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